# Der Bauer und die Schlange

_Retold by Talerie (talerie.com) from Aesop’s Fables: a new translation_ · 1 min read · ages 5+

Ein armer Bauer findet mitten im Winter eine Giftschlange, die vor Kälte erstarrt ist, und nimmt sie aus Mitleid dicht an seine Brust. Kaum kann sich die Schlange wieder regen, beißt sie ihren Retter, und der Bauer ruft im Sterben, es geschehe ihm recht, weil er mit einem so bösen Tier Mitleid hatte.

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Mitten im Winter, als der Boden hart gefroren war, ging ein armer Bauer einen Feldweg entlang. Da sah er am Wegrand eine Schlange liegen. Sie war so starr vor Kälte, dass sie sich nicht mehr rühren konnte.

Der Bauer sah sehr wohl, dass es eine Giftschlange war. Aber wie sie da lag, steif und hilflos im Frost, tat sie ihm leid.

Er hob sie auf, öffnete seinen Mantel und steckte sie darunter, dicht an seine Brust, damit sie sich an seinem Körper wärmen konnte.

Bald hatte die Wärme die Schlange wieder zum Leben erweckt. Doch kaum konnte sie sich regen, da wandte sie sich gegen ihren Retter und biss ihn. Das Gift war stark, und der Bauer musste sterben.

Als der arme Mann im Sterben lag, rief er: „Es geschieht mir recht! Das habe ich nun davon, dass ich Mitleid mit einem so bösen Tier hatte.“

**Moral:** Ein böses Wesen bleibt böse, auch wenn man ihm Gutes tut.

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- Wikidata: https://www.wikidata.org/wiki/Q851008
- Tale type: Perry 176 (per Wikidata)
- Source: Aesop's Fables: a new translation, tr. V. S. Vernon Jones (1912) (https://www.gutenberg.org/ebooks/11339)
- Public-domain basis: Talerie contemporary retelling (CC0 2026), based on: Aesop's Fables: a new translation, tr. V. S. Vernon Jones (1912) — translation: author died 564 BC (+70 passed); translator V. S. Vernon Jones died 1955 (+70 passed)
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