# Die Schöpfungsgeschichte

_Retold by Talerie (talerie.com) from Lutherbibel 1912_ · 5 min read · ages 3+

In sechs Tagen macht Gott Licht, Himmel, Land und Meer, Pflanzen, Sonne, Mond und Sterne, die Tiere im Wasser, in der Luft und auf der Erde und zuletzt den Menschen als Mann und Frau. Gott sieht, dass alles sehr gut ist, vollendet am siebten Tag sein Werk, ruht von seiner Arbeit und segnet den siebten Tag.

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Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.

Die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag über der Tiefe. Der Geist Gottes schwebte über dem Wasser.

Da sagte Gott: „Es werde Licht!“ Und es wurde Licht.

Und Gott sah, dass es gut war. Er trennte das Licht von der Finsternis; das Licht nannte er Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Es wurde Abend und es wurde Morgen: der erste Tag.

Dann sagte Gott: „Mitten zwischen den Wassern soll ein Gewölbe sein, das die Wasser voneinander trennt.“ Er machte das Gewölbe und trennte das Wasser darunter von dem Wasser darüber. Und so geschah es. Das Gewölbe nannte Gott Himmel. Es wurde Abend und es wurde Morgen: der zweite Tag.

Nun sagte Gott: „Das Wasser unter dem Himmel soll sich an einem Ort sammeln, damit das trockene Land zum Vorschein kommt.“ Und so geschah es. Das trockene Land nannte Gott Erde, und das gesammelte Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war.

Weiter sagte er: „Die Erde soll Gras wachsen lassen und Pflanzen, die Samen bilden, und Bäume, die Früchte tragen, jeder nach seiner Art und mit seinem Samen darin.“ Und so geschah es.

Da ließ die Erde Gras wachsen und Pflanzen, die Samen bildeten, jede nach ihrer Art, und Bäume mit Früchten, in denen ihr Samen steckte, jeder nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. Es wurde Abend und es wurde Morgen: der dritte Tag.

Dann sagte Gott: „Am Gewölbe des Himmels sollen Lichter sein, die den Tag von der Nacht trennen. Sie sollen Zeichen sein und die Zeiten, die Tage und die Jahre bestimmen, und sie sollen auf die Erde scheinen.“ Und so geschah es.

Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das über den Tag herrschen sollte, und ein kleines Licht, das über die Nacht herrschen sollte, und dazu die Sterne. Das große Licht war die Sonne, das kleine der Mond. Gott setzte sie alle an das Gewölbe des Himmels, damit sie auf die Erde schienen, über Tag und Nacht herrschten und das Licht von der Finsternis trennten. Und Gott sah, dass es gut war. Es wurde Abend und es wurde Morgen: der vierte Tag.

Nun sagte Gott: „Im Wasser soll es von lebendigen Tieren wimmeln, und Vögel sollen über der Erde fliegen, unter dem Gewölbe des Himmels.“

Und Gott schuf die großen Wale und alle Tiere, die sich im Wasser regen und darin wimmeln, jedes nach seiner Art, und alle gefiederten Vögel, jeden nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war.

Er segnete die Tiere im Wasser und die Vögel und sagte: „Seid fruchtbar und vermehrt euch und füllt die Meere! Und auch die Vögel sollen sich auf der Erde vermehren.“ Es wurde Abend und es wurde Morgen: der fünfte Tag.

Danach sagte Gott: „Die Erde soll lebendige Tiere hervorbringen, jedes nach seiner Art: Vieh, kriechende Tiere und wilde Tiere.“ Und so geschah es. Gott machte die wilden Tiere, das Vieh und alles, was auf der Erde kriecht, jedes nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war.

Dann sagte Gott: „Lasst uns Menschen machen, nach unserem Bild, uns ähnlich. Sie sollen über die Fische im Meer und die Vögel unter dem Himmel herrschen, über das Vieh und die ganze Erde und über alles, was auf der Erde kriecht.“

Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.

Gott segnete sie und sagte zu ihnen: „Seid fruchtbar und vermehrt euch, füllt die Erde und macht sie euch untertan! Herrscht über die Fische im Meer, über die Vögel unter dem Himmel und über alle Tiere, die sich auf der Erde regen.“

Weiter sagte Gott: „Ich gebe euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen bilden, und alle Bäume, die Früchte mit Samen tragen. Davon sollt ihr essen. Allen Tieren auf der Erde aber, allen Vögeln unter dem Himmel und allem, was auf der Erde kriecht und lebt, gebe ich alle grünen Pflanzen zu essen.“ Und so geschah es.

Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte, und sah, dass es sehr gut war. Es wurde Abend und es wurde Morgen: der sechste Tag.

So wurden Himmel und Erde fertig, mit allem, was darin war. Am siebten Tag vollendete Gott sein Werk und ruhte an diesem Tag von all seiner Arbeit.

Und Gott segnete den siebten Tag und machte ihn heilig, denn an diesem Tag ruhte er von allem, was er geschaffen und gemacht hatte.

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- Source: Lutherbibel 1912 (eBible.org deu1912): 1. Mose 1–2,3 (https://ebible.org/Scriptures/deu1912_readaloud.zip)
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