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Vom Fischer und seiner FrauOriginal

Vom Fischer und seiner Frau

Brüder Grimm

17 Min. Lesezeit8–12 Jahre

Ein armer Fischer fängt einen verzauberten Prinzen in Gestalt eines Butts und lässt ihn frei, doch seine Frau schickt ihn immer wieder zurück: Sie will ein Häuschen, ein Schloss, König, Kaiser und Papst sein. Als sie schließlich sein will wie der liebe Gott, sitzt sie wieder in der alten Hütte.

Behutsame FassungOriginalfassung

Es waren einmal ein Fischer und seine Frau, die wohnten zusammen in einer armseligen Hütte dicht am Meer, und der Fischer ging jeden Tag hinaus und angelte. So angelte und angelte er.

Eines Tages saß er wieder bei seiner Angel und schaute immerzu in das klare Wasser hinein. Und er saß und saß.

Da ging die Angel in die Tiefe, weit hinunter, und als er sie heraufzog, holte er einen großen Butt heraus. Und der Butt sprach zu ihm: „Hör mal, Fischer, ich bitte dich, lass mich leben. Ich bin kein rechter Butt, ich bin ein verwunschener Prinz. Was hilft es dir, wenn du mich tötest? Ich würde dir doch nicht recht schmecken. Setz mich wieder ins Wasser und lass mich schwimmen.“ „Nun“, sagte der Mann, „du brauchst nicht so viele Worte zu machen. Einen Butt, der sprechen kann, hätte ich ohnehin schwimmen lassen.“ Damit setzte er ihn wieder in das klare Wasser, und der Butt sank auf den Grund und ließ einen langen Streifen Blut hinter sich. Dann stand der Fischer auf und ging zu seiner Frau in die Hütte.

„Mann“, sagte die Frau, „hast du heute nichts gefangen?“ „Nein“, sagte der Mann, „ich fing einen Butt, der sagte, er wäre ein verwunschener Prinz, da habe ich ihn wieder schwimmen lassen.“ „Hast du dir denn nichts gewünscht?“ fragte die Frau. „Nein“, sagte der Mann, „was sollte ich mir denn wünschen?“ „Ach“, sagte die Frau, „das ist doch ein Elend, hier immerzu in dieser armseligen Hütte zu wohnen, das stinkt und ist so eklig. Du hättest uns doch eine kleine Kate wünschen können. Geh noch einmal hin und ruf ihn. Sag ihm, wir wollten eine kleine Kate haben, er tut es gewiss.“ „Ach“, sagte der Mann, „warum sollte ich denn noch einmal hingehen?“ „Ei“, sagte die Frau, „du hattest ihn doch gefangen und hast ihn wieder schwimmen lassen, er tut es gewiss. Geh gleich hin.“ Der Mann wollte noch nicht recht, wollte aber auch seiner Frau nicht zuwider sein, und ging hinunter ans Meer.

Als er dort ankam, war das Meer ganz grün und gelb und gar nicht mehr so klar. Da trat er hin und sagte:

„Männlein, Männlein, Timpe Te, Buttje, Buttje in der See, meine Frau, die Ilsebill, will nicht so, wie ich wohl will.“

Da kam der Butt herangeschwommen und sagte: „Nun, was will sie denn?“ „Ach“, sagte der Mann, „ich hatte dich doch gefangen. Nun sagt meine Frau, ich hätte mir etwas wünschen sollen. Sie mag nicht mehr in der armseligen Hütte wohnen, sie möchte gern eine Kate.“ „Geh nur hin“, sagte der Butt, „sie hat sie schon.“

Da ging der Mann heim, und seine Frau saß nicht mehr in der armseligen Hütte, sondern da stand eine kleine Kate, und seine Frau saß vor der Tür auf einer Bank. Da nahm ihn seine Frau bei der Hand und sagte: „Komm nur herein, sieh, nun ist es doch viel besser.“ Da gingen sie hinein, und in der Kate war ein kleiner Vorplatz und eine kleine, herrliche Stube und eine Kammer, wo ihr Bett stand, und Küche und Speisekammer, alles aufs beste mit Geräten versehen und aufs schönste geschmückt, Zinnzeug und Messing, was nur dazugehört. Und hinten war auch ein kleiner Hof mit Hühnern und Enten und ein kleiner Garten mit Grünzeug und Obst. „Sieh“, sagte die Frau, „ist das nicht hübsch?“ „Ja“, sagte der Mann, „so soll es bleiben, nun wollen wir recht zufrieden leben.“ „Das wollen wir uns überlegen“, sagte die Frau. Darauf aßen sie etwas und gingen zu Bett.

So ging es wohl acht oder vierzehn Tage, da sagte die Frau: „Hör, Mann, die Kate ist doch gar zu eng, und der Hof und der Garten sind so klein. Der Butt hätte uns auch ein größeres Haus schenken können. Ich möchte wohl in einem großen steinernen Schloss wohnen. Geh hin zum Butt, er soll uns ein Schloss schenken.“ „Ach, Frau“, sagte der Mann, „die Kate ist doch gut genug, wozu wollen wir in einem Schloss wohnen?“ „Ei was“, sagte die Frau, „geh du nur hin, der Butt kann das immer tun.“ „Nein, Frau“, sagte der Mann, „der Butt hat uns erst die Kate gegeben, ich mag nun nicht schon wieder kommen, das könnte den Butt verdrießen.“ „Geh doch“, sagte die Frau, „er kann das recht gut und tut es gern. Geh du nur hin.“ Dem Mann war das Herz so schwer, und er wollte nicht. Er sagte zu sich selbst: „Das ist nicht recht“, ging aber doch hin.

Als er ans Meer kam, war das Wasser ganz violett und dunkelblau und grau und dick und gar nicht mehr so grün und gelb, doch war es noch still. Da trat er hin und sagte:

„Männlein, Männlein, Timpe Te, Buttje, Buttje in der See, meine Frau, die Ilsebill, will nicht so, wie ich wohl will.“

„Nun, was will sie denn?“ fragte der Butt. „Ach“, sagte der Mann halb betrübt, „sie will in einem großen steinernen Schloss wohnen.“ „Geh nur hin, sie steht vor der Tür“, sagte der Butt.

Da machte sich der Mann auf den Weg und dachte, er wolle nach Hause gehen; als er aber dort ankam, stand da ein großer steinerner Palast, und seine Frau stand gerade auf der Treppe und wollte hineingehen. Da nahm sie ihn bei der Hand und sagte: „Komm nur herein.“ Damit ging er mit ihr hinein, und in dem Schloss war eine große Diele mit marmornem Boden, und da waren so viele Bedienstete, die rissen die großen Türen auf, und die Wände waren alle blank und mit schönen Tapeten, und in den Zimmern lauter goldene Stühle und Tische, und kristallene Kronleuchter hingen an der Decke, und so waren alle Stuben und Kammern mit Fußteppichen ausgelegt. Und das Essen und der allerbeste Wein standen auf den Tischen, als wollten sie brechen. Und hinter dem Haus war auch ein großer Hof mit Pferde- und Kuhstall und Kutschwagen aufs allerbeste, und es gab dort auch einen großen, herrlichen Garten mit den schönsten Blumen und feinen Obstbäumen und einen Lustwald wohl eine halbe Meile lang, darin waren Hirsche und Rehe und Hasen und alles, was man sich nur wünschen mag. „Nun“, sagte die Frau, „ist das nicht schön?“ „Ach ja“, sagte der Mann, „so soll es auch bleiben, nun wollen wir in dem schönen Schloss wohnen und zufrieden sein.“ „Das wollen wir uns überlegen“, sagte die Frau, „und darüber schlafen.“ Damit gingen sie zu Bett.

Am nächsten Morgen wachte die Frau zuerst auf, es war gerade Tag, und sie sah aus ihrem Bett das herrliche Land vor sich liegen. Der Mann streckte sich noch, da stieß sie ihn mit dem Ellenbogen in die Seite und sagte: „Mann, steh auf und schau mal aus dem Fenster. Sieh, könnten wir nicht König über all dieses Land werden? Geh hin zum Butt, wir wollen König sein.“ „Ach, Frau“, sagte der Mann, „warum wollen wir König sein? Ich mag nicht König sein.“ „Nun“, sagte die Frau, „willst du nicht König sein, so will ich König sein. Geh hin zum Butt, ich will König sein.“ „Ach, Frau“, sagte der Mann, „warum willst du König sein? Das mag ich ihm nicht sagen.“ „Warum nicht?“ sagte die Frau, „geh sofort hin, ich muss König sein.“ Da ging der Mann hin und war ganz betrübt, dass seine Frau König werden wollte. „Das ist nicht recht und ist nicht recht“, dachte der Mann. Er wollte nicht hingehen, ging aber doch.

Und als er ans Meer kam, da war das Meer ganz schwarzgrau, und das Wasser gärte von unten herauf und stank auch ganz faul. Da trat er hin und sagte:

„Männlein, Männlein, Timpe Te, Buttje, Buttje in der See, meine Frau, die Ilsebill, will nicht so, wie ich wohl will.“

„Nun, was will sie denn?“ fragte der Butt. „Ach“, sagte der Mann, „sie will König werden.“ „Geh nur hin, sie ist es schon“, sagte der Butt.

Da ging der Mann hin, und als er zu dem Palast kam, war das Schloss viel größer geworden, mit einem großen Turm und herrlichem Zierrat daran. Und die Schildwache stand vor der Tür, und da waren so viele Soldaten und Pauken und Trompeten. Und als er in das Haus kam, war alles aus purem Marmor mit Gold, und samtene Decken und große goldene Quasten. Da gingen die Türen des Saales auf, wo der ganze Hofstaat versammelt war, und seine Frau saß auf einem hohen Thron aus Gold und Diamant und hatte eine große goldene Krone auf und den Zepter in der Hand aus purem Gold und Edelstein, und zu beiden Seiten von ihr standen sechs Jungfern in einer Reihe, immer eine einen Kopf kleiner als die andere. Da trat er hin und sagte: „Ach, Frau, bist du nun König?“ „Ja“, sagte die Frau, „nun bin ich König.“ Da stand er und sah sie an, und als er sie eine Weile so betrachtet hatte, sagte er: „Ach, Frau, wie schön steht es dir, dass du König bist! Nun wollen wir uns nichts mehr wünschen.“ „Nein, Mann“, sagte die Frau, und war ganz unruhig, „die Zeit wird mir lang, ich kann es nicht mehr aushalten. Geh hin zum Butt, König bin ich, nun muss ich auch Kaiser werden.“ „Ach, Frau“, sagte der Mann, „warum willst du Kaiser werden?“ „Mann“, sagte sie, „geh zum Butt, ich will Kaiser sein.“ „Ach, Frau“, sagte der Mann, „Kaiser kann er nicht machen, ich mag dem Butt das nicht sagen. Kaiser gibt es nur einen im Reich. Kaiser kann der Butt doch nicht machen, das kann und kann er nicht.“ „Was“, sagte die Frau, „ich bin König, und du bist nur mein Mann. Willst du gleich hingehen? Geh gleich hin, kann er König machen, so kann er auch Kaiser machen. Ich will und will Kaiser sein. Geh gleich hin.“ Da musste er hingehen. Als der Mann aber unterwegs war, wurde ihm ganz bange, und während er so ging, dachte er bei sich: „Das geht und geht nicht gut. Kaiser ist zu unverschämt, der Butt wird am Ende müde.“

Damit kam er ans Meer, da war das Meer noch ganz schwarz und dick und fing schon von unten so an zu gären, dass es Blasen warf, und es ging ein solcher Wirbelwind darüber hin, dass sich alles drehte, und dem Mann graute. Da trat er hin und sagte:

„Männlein, Männlein, Timpe Te, Buttje, Buttje in der See, meine Frau, die Ilsebill, will nicht so, wie ich wohl will.“

„Nun, was will sie denn?“ fragte der Butt. „Ach, Butt“, sagte er, „meine Frau will Kaiser werden.“ „Geh nur hin“, sagte der Butt, „sie ist es schon.“

Da ging der Mann hin, und als er ankam, war das ganze Schloss aus poliertem Marmor mit Figuren aus Alabaster und goldenem Zierrat. Vor der Tür marschierten die Soldaten und bliesen Trompeten und schlugen Pauken und Trommeln. Im Haus aber gingen die Barone und Grafen und Herzöge nur so wie Bedienstete herum, und sie öffneten ihm die Türen, die aus lauter Gold waren. Und als er hereinkam, saß seine Frau auf einem Thron, der war aus einem einzigen Stück Gold und wohl zwei Meilen hoch, und sie hatte eine große goldene Krone auf, die war drei Ellen hoch und mit Brillanten und Karfunkelsteinen besetzt. In der einen Hand hielt sie den Zepter und in der anderen Hand den Reichsapfel, und zu beiden Seiten von ihr standen die Trabanten in zwei Reihen, immer einer kleiner als der andere, von dem allergrößten Riesen, der war zwei Meilen hoch, bis zu dem allerkleinsten Zwerg, der war nur so groß wie mein kleiner Finger. Und vor ihr standen so viele Fürsten und Herzöge. Da trat der Mann zwischen sie und sagte: „Frau, bist du nun Kaiser?“ „Ja“, sagte sie, „ich bin Kaiser.“ Da stand er und betrachtete sie recht, und als er sie eine Weile angesehen hatte, sagte er: „Ach, Frau, wie schön steht es dir, dass du Kaiser bist.“ „Mann“, sagte sie, „was stehst du da? Ich bin nun Kaiser, nun will ich aber auch Papst werden, geh hin zum Butt.“ „Ach, Frau“, sagte der Mann, „was willst du nur? Papst kannst du nicht werden, Papst gibt es nur einen in der Christenheit, das kann er doch nicht machen.“ „Mann“, sagte sie, „ich will Papst werden, geh gleich hin, ich muss noch heute Papst werden.“ „Nein, Frau“, sagte der Mann, „das mag ich ihm nicht sagen, das geht nicht gut, das ist zu grob, zum Papst kann der Butt dich nicht machen.“ „Mann, was für ein Geschwätz!“ sagte die Frau, „kann er Kaiser machen, so kann er auch Papst machen. Geh sofort hin, ich bin Kaiser, und du bist nur mein Mann. Willst du wohl hingehen?“ Da wurde ihm bange, und er ging hin, ihm war aber ganz flau, und er zitterte und bebte, und die Knie und die Waden schlotterten ihm. Und da strich ein solcher Wind über das Land, und die Wolken flogen, als es gegen Abend dunkel wurde. Die Blätter wehten von den Bäumen, und das Wasser ging und brauste, als kochte es, und schlug ans Ufer, und von fern sah er die Schiffe, die in ihrer Not Signalschüsse abfeuerten und auf den Wogen tanzten und sprangen. Doch war der Himmel in der Mitte noch ein bisschen blau, an den Seiten aber zog es so recht rot herauf wie ein schweres Gewitter. Da trat er ganz verzagt hin in der Angst und sagte:

„Männlein, Männlein, Timpe Te, Buttje, Buttje in der See, meine Frau, die Ilsebill, will nicht so, wie ich wohl will.“

„Nun, was will sie denn?“ fragte der Butt. „Ach“, sagte der Mann, „sie will Papst werden.“ „Geh nur hin, sie ist es schon“, sagte der Butt.

Da ging er hin, und als er ankam, war da etwas wie eine große Kirche, von lauter Palästen umgeben. Da drängte er sich durch das Volk. Innen aber war alles mit tausend und abertausend Lichtern erleuchtet, und seine Frau war in lauter Gold gekleidet und saß auf einem noch viel höheren Thron und hatte drei große goldene Kronen auf, und um sie her stand so viel geistlicher Staat, und zu beiden Seiten von ihr standen zwei Reihen Lichter, das größte so dick und groß wie der allergrößte Turm, bis zum allerkleinsten Küchenlicht. Und alle Kaiser und Könige lagen vor ihr auf den Knien und küssten ihr den Pantoffel. „Frau“, sagte der Mann und sah sie so recht an, „bist du nun Papst?“ „Ja“, sagte sie, „ich bin Papst.“ Da stand er und sah sie recht an, und es war, als sähe er in die helle Sonne. Als er sie eine Weile angesehen hatte, sagte er: „Ach, Frau, wie schön steht es dir, dass du Papst bist!“ Sie aber saß ganz steif wie ein Baum und rührte und regte sich nicht. Da sagte er: „Frau, nun sei zufrieden, nun du Papst bist, nun kannst du doch nichts mehr werden.“ „Das will ich mir überlegen“, sagte die Frau. Damit gingen sie beide zu Bett, aber sie war nicht zufrieden, und die Gier ließ sie nicht schlafen, sie dachte immerzu, was sie noch werden wollte.

Der Mann schlief recht gut und fest, er war den Tag über viel gelaufen. Die Frau aber konnte gar nicht einschlafen und warf sich die ganze Nacht von einer Seite auf die andere und dachte immer nur daran, was sie noch werden könnte, und konnte sich doch auf nichts mehr besinnen. Da wollte die Sonne aufgehen, und als sie das Morgenrot sah, richtete sie sich im Bett auf und schaute hinaus, und als sie aus dem Fenster die Sonne so heraufkommen sah, dachte sie: „Ha, könnte ich nicht auch die Sonne und den Mond aufgehen lassen?“ „Mann“, sagte sie und stieß ihn mit dem Ellenbogen in die Rippen, „wach auf, geh hin zum Butt, ich will werden wie der liebe Gott.“ Der Mann war noch fast im Schlaf, aber er erschrak so, dass er aus dem Bett fiel. Er meinte, er hätte sich verhört, rieb sich die Augen und sagte: „Ach, Frau, was sagtest du?“ „Mann“, sagte sie, „wenn ich nicht die Sonne und den Mond aufgehen lassen kann und zusehen muss, dass die Sonne und der Mond aufgehen, dann kann ich es nicht aushalten und habe keine ruhige Stunde mehr, weil ich sie nicht selbst aufgehen lassen kann.“ Da sah sie ihn so grässlich an, dass ihm ein Schauder überlief. „Geh gleich hin, ich will werden wie der liebe Gott.“ „Ach, Frau“, sagte der Mann und fiel vor ihr auf die Knie, „das kann der Butt nicht. Kaiser und Papst kann er machen, ich bitte dich, geh in dich und bleib Papst.“ Da geriet sie in Bosheit, die Haare flogen ihr so wild um den Kopf, sie riss sich das Mieder auf und gab ihm einen Tritt mit dem Fuß und schrie: „Ich halte es nicht aus, und ich halte es nicht länger aus, willst du hingehen?!“ Da schlüpfte er in die Hosen und lief davon wie von Sinnen.

Draußen aber tobte der Sturm und brauste, dass er kaum auf den Füßen stehen konnte. Die Häuser und die Bäume wehten um, und die Berge bebten, und die Felsstücke rollten ins Meer, und der Himmel war ganz pechschwarz, und es donnerte und blitzte, und das Meer ging in so hohen schwarzen Wogen wie Kirchtürme und wie Berge, und die hatten oben alle eine weiße Krone aus Schaum. Da schrie er, und konnte sein eigenes Wort nicht hören:

„Männlein, Männlein, Timpe Te, Buttje, Buttje in der See, meine Frau, die Ilsebill, will nicht so, wie ich wohl will.“

„Nun, was will sie denn?“ fragte der Butt. „Ach“, sagte er, „sie will werden wie der liebe Gott.“ „Geh nur hin, sie sitzt schon wieder in der armseligen Hütte.“

Da sitzen sie noch bis auf den heutigen Tag.