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Feder und Aquarell: ein Mann mittleren Alters mit zurückgekämmtem Haar, Schnurrbart und Spitzbart im grauen Dreiteiler, im Lehnstuhl vor Bücherregalen.

Felix Salten

1869–1945

Felix Salten (1869–1945) war ein Wiener Journalist und Schriftsteller, und sein bekanntestes Buch ist „Bambi. Eine Lebensgeschichte aus dem Walde“. Geboren wurde er am 6. September 1869 in Pest als Siegmund Salzmann, als Sohn eines ungarisch-jüdischen Ingenieurs. Als er vier Wochen alt war, zog die Familie nach Wien. Den Namen Felix Salten nutzte er seit 1889, 1911 wurde er sein amtlicher Name.

Weil das Geld knapp war, verließ er das Gymnasium mit sechzehn ohne Abschluss und arbeitete in einer Versicherung. Ab 1890 gehörte er im Café Griensteidl zum Kreis Jung-Wien, zusammen mit Arthur Schnitzler und Hugo von Hofmannsthal. Journalist blieb er sein Leben lang, zuerst als Theaterkritiker, ab 1913 bei der Neuen Freien Presse, deren Sonntagsfeuilleton er ab 1919 leitete.

Salten war selbst Jäger und hatte etwa fünfzehn Kilometer vor Wien ein Jagdrevier. Dort kam ihm die Idee zu Bambi. Die Geschichte erschien 1922 zuerst in Fortsetzungen in der Neuen Freien Presse und kam bei Ullstein in Berlin als Buch heraus, datiert auf 1923. Bambi ist ein Reh in einem europäischen Wald, die Tiere nennen den Menschen nur „Er“, und das Buch folgt einem Leben von der Geburt bis in ein einsames Alter. Die englische Übersetzung von Whittaker Chambers wurde 1928 in Amerika ein Erfolg, weltberühmt machte die Geschichte der Disney-Film von 1942. Später folgten weitere Tierbücher, 1940 auch die Fortsetzung „Bambis Kinder“.

Im nationalsozialistischen Deutschland wurden seine Bücher 1935 verboten. Nach dem Anschluss Österreichs ging er 1939 in die Schweiz, wo seine Tochter lebte, unter der Bedingung, dass er keine Zeitungsartikel mehr veröffentlichte. Er starb am 8. Oktober 1945 in Zürich.

Märchen von Felix Salten

1 Märchen

  • Bambi

    15 Min. Lesezeitab 8 Jahren