
Kolobok
4 Min. Lesezeit ab 3 Jahren

Russland 1823–1871
Konstantin Uschinski (1823–1871) war ein russischer Pädagoge. Für die jüngsten Schulkinder schrieb er das Lesebuch „Rodnoje slowo“ („Das heimatliche Wort“), das 1864 erschien und mit dem Generationen russischer Kinder lesen lernten. Darin erzählte er kurze Volksmärchen neu, darunter die Geschichte von der Rübe und die vom Kolobok. Seine Rübe ist die Fassung, die man heute in aller Welt kennt: Großvater, Großmutter, Enkelin, der Hund Schutschka, die Katze und die Maus packen nacheinander mit an.
Er stammte aus Tula und studierte in Moskau Jura. Danach lehrte er am Demidow-Lyzeum in Jaroslawl, das er 1849 verlassen musste, weil man ihn für politisch unzuverlässig hielt. Später erneuerte er als Inspektor den Unterricht am Smolny-Institut in Sankt Petersburg, einer Mädchenschule. 1862 wurde er auch dort abgesetzt, weil man ihm Freigeisterei vorwarf, und ins Ausland geschickt. Er besuchte Schulen in der Schweiz, in Deutschland, Frankreich, Belgien und Italien und schrieb in diesen Jahren sein Lesebuch.
Sein Hauptwerk „Der Mensch als Gegenstand der Erziehung“ erschien 1868 und 1869 in zwei Bänden, ein dritter blieb unvollendet. Er gilt als Begründer der wissenschaftlichen Pädagogik in Russland. Im Januar 1871 starb er in Odessa, unterwegs zur Kur auf die Krim. Begraben wurde er in Kiew, im Wydubytschi-Kloster.
2 Märchen

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