
Zwerg Nase
14 Min. Lesezeitab 6 Jahren

1802–1827
Wilhelm Hauff (1802–1827) war ein Stuttgarter Schriftsteller der späten Romantik und wird zu den schwäbischen Dichtern gezählt. Alles, wofür man ihn heute kennt, schrieb er in ungefähr drei Jahren. Anfang 1827 übernahm er die Redaktion von Cottas Morgenblatt für gebildete Stände und heiratete seine Cousine Luise. Im November starb er in Stuttgart an einem Fieber, acht Tage nach der Geburt seiner Tochter und zehn Tage vor seinem 25. Geburtstag.
Sein Vater, ein Regierungssekretär, starb 1809, und die Mutter zog mit den vier Kindern zu ihrem Vater, einem Juraprofessor in Tübingen. Dort ging Hauff auf die Lateinschule, kam 1817 ins Seminar nach Blaubeuren und studierte von 1820 bis 1824 Theologie, als Stipendiat des Evangelischen Stifts.
Danach war er zwei Jahre lang Hofmeister im Stuttgarter Haus von Ernst von Hügel. In dieser Zeit entstanden seine Märchen, und schon der Titel sagt, für wen sie gedacht waren: „für Söhne und Töchter gebildeter Stände“. Sie erschienen in drei Märchen-Almanachen bei Metzler, und jeder ist eine Rahmenerzählung, in der Reisende oder Gefangene Geschichten erzählen. In „Die Karawane“ stehen „Kalif Storch“ und „Der kleine Muck“, im „Wirtshaus im Spessart“ steht „Das kalte Herz“.
„Der Zwerg Nase“ gehört zum Almanach auf das Jahr 1827, „Der Scheik von Alessandria und seine Sklaven“, der schon Ende 1826 herauskam. Ein Deutscher unter den Sklaven erzählt die Geschichte dem Scheik, und sie spielt nicht im Orient, sondern in einer ansehnlichen Stadt in Deutschland. Ausgedacht hat Hauff sie sich selbst, wie fast alle Märchen der Almanache.
1 Märchen

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