
Baba Jaga
6 Min. Lesezeit ab 6 Jahren
4 Märchen

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Alexander Afanassjew gab von 1855 bis 1863 die „Russischen Volksmärchen“ heraus, acht Teile mit etwa sechshundert Texten. Aufgezeichnet hatten die meisten andere, er vermerkte aber bei jedem Märchen, wo man es erzählt hatte. Aus seiner Sammlung stammen „Baba Jaga“ und „Wassilissa die Schöne“.
In „Baba Jaga“ schickt eine Stiefmutter das Mädchen angeblich nach Nadel und Faden zu ihrer Schwester, einer Hexe. Mit einem Handtuch und einem Kamm entkommt es. Auch Wassilissa muss zu Baba Jaga, um Licht zu holen, und ihr hilft das Püppchen, das ihr die Mutter vor ihrem Tod geschenkt hat.
Konstantin Uschinski war Pädagoge und schrieb für Kinder, die gerade lesen lernten, das Buch „Rodnoje slowo“, erschienen 1864. Darin stehen kurze Volksmärchen in einfacher Sprache, auch „Kolobok“ und „Die große Rübe“. In seiner Rübe ziehen Hund, Katze und Maus mit, und so kennt man das Märchen heute fast überall.
„Die große Rübe“ ist schnell vorgelesen, und weil sich so vieles darin wiederholt, sprechen schon Zweijährige bald mit. Auch „Kolobok“ ist kurz und lebt von seinem Lied, das mit jedem Tier um eine Zeile wächst. Die beiden Geschichten von Baba Jaga sind länger und unheimlicher und passen besser zu Schulkindern.