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Irische Märchen

3 Märchen

Märchenkarte

Die gemalte Karte zeigt auch Märchen aus anderen Ländern.

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Von Dublin nach London

Oscar Wilde wurde 1854 in Dublin geboren und wuchs dort als Sohn eines Augenarztes und einer Dichterin auf. Seine Märchen schrieb er später in London, wo 1888 der Band „The Happy Prince and Other Tales“ erschien. Es sind keine Volksmärchen: Wilde hat sich jede dieser Geschichten selbst ausgedacht.

In „Der glückliche Prinz“ steht der Prinz als vergoldete Statue hoch über der Stadt und sieht von dort das Elend der Armen. Eine kleine Schwalbe trägt in seinem Auftrag Gold und Edelsteine zu ihnen und bleibt bei ihm, auch als der Frost kommt. Am Ende bringt ein Engel das gesprungene Bleiherz und den toten Vogel zu Gott.

In „Der selbstsüchtige Riese“ sperrt ein Riese die Kinder mit einer hohen Mauer aus seinem Garten aus, und dort bleibt es Winter. Erst als sie durch ein Loch in der Mauer hereinschlüpfen, kommt der Frühling zurück. Da hebt der Riese einen kleinen Jungen in einen Baum und reißt die Mauer ein. Beide Märchen enden still und traurig.

„Das Gespenst von Canterville“ erschien 1887 in einer Londoner Zeitschrift. Die amerikanische Familie Otis zieht auf einen englischen Landsitz und lässt sich von Sir Simon, dem Gespenst, nicht erschrecken. Der Vater bietet ihm Schmieröl für die rasselnden Ketten an. Die Geschichte ist länger und witziger als die beiden Märchen.

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