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Märchen über Güte

27 Märchen

Gutes tun, ohne zu rechnen

Im Märchen „Die Bienenkönigin“ will der jüngste Bruder, den alle den Dummling nennen, keinem Tier etwas zuleide tun. Dreimal hält er seine Brüder zurück, am Ameisenhaufen, am Entensee und am Bienenbaum, und jedes Mal sagt er nur: „Lasst die Tiere in Frieden.“

Später helfen ihm genau diese Tiere, die Aufgaben im versteinerten Schloss zu lösen: Die Ameisen finden für ihn tausend Perlen im Moos, und die Enten holen einen Schlüssel aus dem See. Die Bienenkönigin setzt sich auf den Mund, der Honig gegessen hat.

In „Däumelinchen“ findet das winzige Mädchen im Gang des Maulwurfs eine Schwalbe, die wie tot daliegt. Es deckt sie mit Blütenfäden und einem Minzblatt zu und pflegt sie heimlich den Winter über. Im Herbst darauf trägt die Schwalbe es vor der Hochzeit mit dem Maulwurf davon.

Im Märchen „Sterntaler“ gibt ein armes Mädchen alles her, was es noch hat: das Brot, die Mütze und zuletzt in einem dunklen Wald auch sein Hemd. Da fallen die Sterne vom Himmel, und als sie unten ankommen, sind es lauter harte, blanke Taler.

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